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MS-DOS 6.22 Interlnk.exe

Anmerkungen  Beispiele

Leitet Anfragen nach Operationen auf einem oder mehreren Client-Laufwerken oder -Druckeranschlüssen an ein oder mehrere Server-Laufwerke oder -Druckeranschlüsse auf dem Interlnk-Server um. Dieser Gerätetreiber muss durch einen Befehl Device oder Devicehigh geladen sein.

Sie müssen den Gerätetreiber INTERLNK.EXE installieren, bevor Sie die Befehle Interlnk und Intersvr verwenden können.

Syntax

DEVICE=[Laufwerk:][Pfad]INTERLNK.EXE [/DRIVES:n] [/NOPRINTER] [/COM[:][n|Adresse]] [/LPT[:][n|Adresse]] [/AUTO] [/NOSCAN] [/LOW ] [/BAUD:Rate] [/V]

Parameter

[Laufwerk:][Pfad]

Bezeichnet die Position der Datei INTERLNK.EXE.

Optionen

/DRIVES:n

Bezeichnet die Anzahl der umgeleiteten Laufwerke. Standardmäßig ist die Anzahl n 3. Wenn Sie für n 0 angeben, leitet INTERLNK nur Drucker um.

/NOPRINTER

Gibt an, dass Drucker beim Installieren von INTERLNK.EXE nicht umgeleitet werden sollen. Standardmäßig leitet INTERLNK alle verfügbaren Druckeranschlüsse um.

/COM[:][n|Adresse]

Bezeichnet einen seriellen Anschluss, der zur Datenübertragung verwendet werden soll. Der Parameter n gibt die Nummer des seriellen Anschlusses an. Der Parameter Adresse bezeichnet die Adresse des seriellen Anschlusses. Wenn Sie n oder Adresse weglassen, durchsucht der Interlnk-Client alle seriellen Anschlüsse und verwendet den ersten Anschluss, der mit dem Server verbunden ist. Wenn Sie die Option /COM angeben und die Option /LPT weglassen, sucht der Client nur nach seriellen Anschlüssen. Standardmäßig sucht INTERLNK alle seriellen und parallelen Anschlüsse ab.

/LPT[:][n|Adresse]

Bezeichnet einen parallelen Anschluss, der zur Datenübertragung verwendet werden soll. Der Parameter n gibt die Nummer des parallelen Anschlusses an. Der Parameter Adresse bezeichnet die Adresse des parallelen Anschlusses. Wenn Sie n oder Adresse weglassen, verwendet der Interlnk-Client den ersten parallelen Anschluss, der mit dem Server verbunden ist. Wenn Sie die Option /LPT angeben und die Option /COM weglassen, sucht der Client nur nach parallelen Anschlüssen. Standardmäßig sucht INTERLNK alle seriellen und parallelen Anschlüsse ab.

/AUTO

Installiert den Gerätetreiber INTERLNK.EXE nur dann im Speicher, wenn der Client beim Starten eine Verbindung mit dem Server herstellen kann. Standardmäßig ist Interlnk im Speicher installiert, auch wenn der Client keine Verbindung mit dem Server herstellen kann.

/NOSCAN

Installiert den Gerätetreiber INTERLNK.EXE im Speicher, baut jedoch beim Starten keine Verbindung zwischen Client und Server auf. Standardmäßig versucht der Client, eine Verbindung mit dem Server herzustellen, sobald INTERLNK.EXE installiert ist.

/LOW

Lädt den Gerätetreiber INTERLNK.EXE in den konventionellen Speicher, auch wenn hoher Speicherbereich (Upper Memory Area) zur Verfügung steht. Standardmäßig wird INTERLNK.EXE in den hohen Speicherbereich geladen, wenn dieser zur Verfügung steht.

/BAUD:Rate

Stellt die maximale Bitrate für die serielle Kommunikation ein. Gültige Werte für Rate sind 9600, 19200, 38400, 57600 und 115200. Der Standardwert ist 115200.

/V

Verhindert Konflikte mit dem Taktgeber eines Computers. Geben Sie diese Option an, wenn eine serielle Verbindung zwischen Computern besteht und einer von ihnen die Arbeit einstellt, während Sie mit INTERLNK auf ein Laufwerk oder einen Druckeranschluá zugreifen.

Anmerkungen
Festlegen der Anzahl von Laufwerkbuchstaben

Wenn Sie die Anzahl der umgeleiteten Laufwerke mit der Option /DRIVES festlegen, stellen Sie sicher das der Befehl Lastdrive in Ihrer Datei CONFIG.SYS hoch genug festgelegt ist, um Platz freizuhalten für die umgeleiteten Laufwerke.

Laden in den hohen Speicherbereich

Standardmäßig wird der Gerätetreiber INTERLNK in den hohen Speicherbereich geladen, wenn die MS-DOS-UMB-Unterstützung aktiviert und Speicher verfügbar ist. Um den Gerätetreiber in den konventionellen Speicher zu laden, verwenden Sie die Option /LOW.

Position des Befehls INTERLNK in der Datei CONFIG.SYS

Die Position des DEVICE-Befehls zum Laden von INTERLNK.EXE kann bereits bestehende Laufwerkzuweisungen beeinflussen. Nehmen Sie z.B. an, Ihr Computer enthält ein Diskettenlaufwerk (A:), zwei Festplattenlaufwerke (C: und D:) sowie zwei RAM-Laufwerke (E: und F:). Wenn Sie den Gerätetreiber INTERLNK.EXE laden, bevor Sie die RAM-Laufwerke installieren, und Sie legen fest, dass drei Laufwerke umgeleitet werden sollen, weist INTERLNK den umgeleiteten Laufwerken die Buchstaben E, F und G zu, und den RAM-Laufwerken die Buchstaben H und I. Um dies zu verhindern, laden Sie INTERLNK.EXE erst am Ende Ihrer Datei CONFIG.SYS.

So sparen Sie Speicher

Standardmäßig wird der gesamte Code des Gerätetreibers Interlnk in den Speicher geladen. Sie können Speicher sparen, indem Sie die Optionen /NOPRINTER, /LPT oder /COM angeben. Wenn Sie /NOPRINTER angeben, lädt das Programm Interlnk den Code nicht, der serielle Drucker umleitet. Wenn Sie die Option /LPT ohne die Option /COM angeben, lädt das Programm den Code zur Unterstützung serieller Anschlüsse nicht. Wenn Sie die Option /COM ohne die Option /LPT angeben, lädt das Programm den Code zur Unterstützung paralleler Anschlüsse nicht.

Verwenden einer seriellen Maus mit Microsoft Windows

Wenn Sie mit Microsoft Windows eine serielle Maus verwenden, geben Sie entweder die Option /LPT an oder eine /COM-Option, die einen COM-Anschluss bezeichnet, der sich von dem unterscheidet, an dem die Maus angeschlossen ist. Wenn die serielle Maus z.B. COM1 verwendet und Sie für INTERLNK eine parallele Verbindung benutzen, geben Sie die Option /LPT an, damit INTERLNK nicht alle COM-Anschlüsse absucht.

Umleiten von LPT1 oder LPT2 und Drucken unter Microsoft Windows

Wenn Sie LPT1 oder LPT2 umleiten und unter Microsoft Windows drucken, verwenden Sie die Systemsteuerung, um den Drucker LPT1.DOS oder LPT2.DOS zuzuweisen.

MS-DOS-Version

Einige MS-DOS-Funktionen stehen eventuell auf dem Client-Computer nicht zur Verfügung, wenn Sie auf Ihrem INTERLNK-Server eine andere DOS-Version ausführen. Wenn auf Ihrem INTERLNK-Server z.B. sehr große Partitionen bestehen und auf Ihrem Client MS-DOS, Version 3.0, läuft, stehen dem Client diese Partitionen nicht zur Verfügung, da sie MS-DOS, Version 3.0, nicht unterstützt.

Ausführen einer serverbasierten Anwendung

Wenn Sie das Programm Interlnk verwenden, um eine auf dem Server gespeicherte Anwendung auszuführen, müssen Sie sicherstellen, dass die Anwendung für den Computer konfiguriert ist, den Sie als INTERLNK-Client bezeichnet haben.

Einschränkungen bei der Verwendung von INTERLNK in Verbindung mit anderen Befehlen

Die folgenden Befehle arbeiten nicht mit dem Gerätetreiber INTERLNK.EXE zusammen:

 Chkdsk   Format   Defrag   Mirror   Diskcomp   Sys   Diskcopy   Undelete   Fdisk  
Beispiele

Angenommen, Ihre Interlnk-Dateien befinden sich im Verzeichnis DOS auf Laufwerk C:, und Sie verwenden den seriellen Anschluss für die Verbindung mit dem zweiten Computer. Um INTERLNK zu starten und anzugeben, dass Drucker nicht umzuleiten sind, fügen Sie Ihrer Datei CONFIG.SYS folgende Zeile hinzu:

device=c:\dos\interlnk.exe /com /noprinter

Um anzugeben, dass INTERLNK einen Nicht-Standard-COM-Anschluss verwendet, dessen Adresse 3F8 ist, fügen Sie Ihrer Datei CONFIG.SYS folgende Zeile hinzu:

device=c:\dos\interlnk.exe /com:3f8