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MS-DOS 6.22 DeviceHigh

Anmerkungen  Beispiele

Lädt einen von Ihnen angegebenen Gerätetreiber in den hohen Speicherbereich (Upper Memory Area). Dadurch steht im konventionellen Speicher mehr Platz für andere Programme zur Verfügung. Wenn kein hoher Speicherbereich verfügbar ist, arbeitet der Befehl DEVICEHIGH wie DEVICE.

Sie können diesen Befehl nur in Ihrer CONFIG.SYS-Datei verwenden.

Syntax

DEVICEHIGH [Laufwerk:][Pfad]Dateiname [Gt-Parameter]

Um den oder die Speicherbereich(e) anzugeben, in die der Gerätetreiber zu laden ist, verwenden Sie folgende Syntax:

DEVICEHIGH [[/L:Bereich1[,minGröße1][;Bereich2[,minGröße2] [/S]]= [Laufwerk:][Pfad]Dateiname [Gt-Parameter]

Parameter

[Laufwerk:][Pfad]Dateiname

Gibt die Position und den Namen des Gerätetreibers an, den Sie in den hohen Speicherbereich laden möchten.

[Gt-Parameter]

Gibt alle Befehlszeileninformationen an, die vom Gerätetreiber erfordert werden.

Optionen

/L:Bereich1[,minGröße1][;Bereich2[,minGröße2]...

Bezeichnet einen oder mehrere Speicherbereiche, in den/die der Gerätetreiber zu laden ist. Standardmäßig lädt MS-DOS den Treiber in den größten freien hohen Speicherblock (Upper Memory Block, UMB) und stellt alle anderen UMBs zur Verwendung durch den Treiber bereit. Sie können die Option /L verwenden, um den Gerätetreiber in einen bestimmten Speicherbereich zu laden, oder um anzugeben, welche Bereiche der Treiber verwenden kann.

Um den Treiber in den größten Block eines bestimmten Bereichs im hohen Speicher zu laden, geben Sie hinter der Option /L die Bereichsnummer an. Um z.B. den Treiber in den größten freien Block in Bereich 4 zu laden, geben Sie /L:4 ein. (Um eine Auflistung der freien Speicherbereiche zu erhalten, geben Sie an der Eingabeaufforderung MEM /F ein.)

Wenn ein Gerätetreiber mit der Option /L geladen wird, kann er nur den angegebenen Speicherbereich verwenden. Einige Gerätetreiber verwenden mehr als einen Speicherbereich; für solche Treiber können Sie mehrere Bereiche angeben. (Um herauszufinden, wie ein bestimmter Gerätetreiber den Speicher verwendet, erteilen Sie den Befehl MEM /M und geben den Namen des Gerätetreibers als Argument an.) Um zwei oder mehr Bereiche anzugeben, trennen Sie die Blocknummern durch Semikola (;) voneinander. Um z.B. die Blöcke 2 und 3 zu verwenden, geben Sie /L:2;3 ein.

Normalerweise lädt MS-DOS einen Treiber nur dann in einen UMB im angegebenen Bereich, wenn dieser Bereich einen UMB enthält, der größer als die Ladegröße des Treibers (in der Regel die Größe der ausführbaren Programmdatei) ist. Benötigt der Treiber bei der Ausführung mehr Speicher als beim Laden, können Sie den Parameter minGröße angeben um sicherzustellen, dass der Treiber nicht in einen UMB geladen wird, der zu klein für ihn ist. Wenn Sie für minGröße einen Wert angeben, lädt MS-DOS den Treiber nur dann in den Bereich, wenn dieser einen UMB enthält, der größer als die Ladegröße und der Wert für minGröße ist.

/S

Verkleinert den UMB beim Laden des Treibers auf seine Minimalgröße. Bei Verwendung dieser Option wird der Speicher am besten ausgenutzt. Diese Option wird normalerweise nur vom Programm MemMaker verwendet, das die Speicherbelegung eines Gerätetreibers analysieren kann, um zu ermitteln, ob die Option /S beim Laden eines Treibers ohne Probleme verwendet werden kann. Diese Option läßt sich nur in Verbindung mit der Option /L verwenden; sie wirkt sich nur auf UMBs aus, für die eine Mindestgröße angegeben wurde.

Zugehöriger Befehl

Informationen über das Laden von Programmen in den hohen Speicherbereich finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Loadhigh.

Informationen über das Laden von Gerätetreibern in den konventionellen Speicher finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Device.

Informationen über die Verwendung des Programms MemMaker zum Bewegen von Programmen in den hohen Speicherbereich finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Memmaker.

Anmerkungen
Verwenden des Befehls DOS=UMB

Um den Befehl DEVICEHIGH verwenden zu können, müssen Sie auch den Befehl DOS=UMB in Ihre Datei CONFIG.SYS aufnehmen. Anderenfalls werden alle Gerätetreiber in den konventionellen Speicher geladen, was der Verwendung des Befehls DEVICE entspricht. Weitere Informationen finden Sie bei der Beschreibung des Befehls Dos.

Verwenden von MemMaker zur automatischen Optimierung des hohen Speicherbereichs

Das mit MS-DOS gelieferte Programm MemMaker optimiert automatisch den Speicher Ihres Systems. MemMaker überwacht den hohen Speicherbereich, analysiert die Speicherverwendung Ihrer Treiber und Programme und bestimmt, welche Treiber und Programme am besten in die verfügbaren UMBs passen. MemMaker ändert dann einzelne DEVICE-Befehle in Ihrer Datei CONFIG.SYS in DEVICEHIGH-Befehle und fügt erforderlichenfalls die Optionen /L und /S hinzu. Weitere Informationen über die Verwendung von MemMaker zur Optimierung Ihres Speichers finden Sie unter "Optimieren Ihres Speichers" im MS-DOS-Benutzerhandbuch.

Verwenden der MS-DOS-5-Syntax für DEVICEHIGH

Die mit MS-DOS 5 gelieferte Version von DEVICEHIGH verwendete folgende Syntax:

DEVICEHIGH SIZE=hexGröße [Laufwerk:][Pfad]Dateiname [Gt-Parameter]

Obwohl die MS-DOS 5-Syntax für DEVICEHIGH auch unter MS-DOS 6.22 funktioniert, sollten Sie möglichst immer die aktuelle Syntax für DEVICEHIGH verwenden.

Installieren von HIMEM.SYS und einem UMB-Treiber

Um einen Gerätetreiber in den hohen Speicherbereich zu laden, muss Ihr Computer über Erweiterungsspeicher (XMA) verfügen. Sie müssen den Befehl DEVICE ein erstes Mal verwenden, um den Gerätetreiber HIMEM.SYS zu laden, und ein zweites Mal, um einen Treiber für hohe Speicherblöcke (UMB) zu installieren. Diese Befehle müssen in Ihrer Datei CONFIG.SYS vor dem Befehl DEVICEHIGH stehen. Wenn Ihr Computer mit dem Prozessor 80386 oder 80486 versehen ist, können Sie EMM386.EXE als UMB-Treiber verwenden. Verwendet Ihr Computer einen anderen Prozessor, benötigen Sie einen anderen UMB-Treiber.

Wenn kein hoher Speicherbereich zur Verfügung steht

Wenn zum Laden des angegebenen Gerätetreibers mit dem Befehl DEVICEHIGH nicht genögend hoher Speicherbereich zur Verfügung steht, lädt ihn MS-DOS in den konventionellen Speicher (als ob Sie den Befehl DEVICE verwendet hätten).

Beispiele

Die folgenden CONFIG.SYS-Befehle machen den hohen Speicherbereich für laufende Gerätetreiber und Programme verfügbar:

device=c:\dos\himem.sys
device=c:\dos\emm386.exe ram
dos=umb

Der folgende Befehl weist MS-DOS an, einen Gerätetreiber namens MYDRIV.SYS in den hohen Speicherbereich eines Computers mit 80386-Prozessor zu laden:

devicehigh=mydriv.sys

Der folgende CONFIG.SYS-Befehl weist MS-DOS an, den Treiber MOUSE.SYS im hohen Speicherbereich auszuführen und den Treiber im hohen Speicherblock 2 zu laden:

devicehigh=/L:2 C:\treiber\mouse.sys

Der folgende Befehl lädt den Treiber TREIBER.SYS in Bereich 1 des hohen Speicherbereichs und erlaubt dem Treiber auch, Bereich 3, wenn nötig, zu verwenden:

devicehigh=/L:1;3 C:\util\treiber.sys

Der folgende Befehl lädt denselben Treiber in die Bereiche 1 und 3 des hohen Speicherbereichs, aber nur, wenn jeder Bereich mindestens 30 Byte groß ist:

devicehigh=/L:1,30;3,30 C:\util\treiber.sys