Bitte aktiviere JavaScript!
MS-DOS 6.22 Print

Anmerkungen  Beispiele

Druckt eine Textdatei, während Sie andere MS-DOS-Befehle einsetzen.

Sofern Sie ein Ausgabegerät an einen der seriellen oder parallelen Anschlüsse Ihres Systems angeschlossen haben, kann dieser Befehl im Hintergrund drucken.

Syntax

PRINT [/D:Gerät] [/B:Größe] [/U:Takte1] [/M:Takte2] [/S:Takte3] [/Q:WGröße] [/T] [[Laufwerk:][Pfad]Dateiname[...]] [/C] [/P]

Um PRINT so zu installieren, dass die Standardparameter wirksam werden, oder um sich den Inhalt der Druckerwarteschlange auf den Bildschirm zu holen, ohne dass die Warteschlange davon betroffen ist, verwenden Sie folgende Syntax:

PRINT

Parameter

[Laufwerk:][Pfad]Dateiname

Gibt die Pfadbeschreibung und den Namen einer Datei oder eines Dateisatzes an, die bzw. den Sie drucken möchten. Sie können in einer Befehlszeile mehrere Dateien (normalerweise bis zu 10) angeben.

Optionen

/D:Gerät

Gibt den Namen des gewünschten Druckeranschlusses an. Für parallele Anschlüsse sind die Werte LPT1, LPT2 und LPT3 zulässig. Für serielle Anschlüsse sind die Werte COM1, COM2, COM3 und COM4 zulässig. Die Voreinstellung lautet LPT1, auch PRN genannt. Die Option /D muss vor dem ersten in der Befehlszeile angegebenen Dateinamen stehen.

/B:Größe

Stellt die Größe (in Byte) des internen Puffers ein, der dazu verwendet wird, Daten zu speichern, bevor sie an den Drucker gesendet werden. Mindest- und gleichzeitig Standardwert für Größe ist 512; der Höchstwert beträgt 16384. Durch Erhöhen dieses Wertes wird der für andere Zwecke verfügbare Speicher verringert, aber der PRINT-Befehl wird eventuell beschleunigt ausgeführt.

/U:Takte1

Gibt an, wie viele Systemtakte PRINT höchstens darauf wartet, dass ein Drucker verfügbar wird (pro Sekunde ca. 18 Systemtakte). Ist der Drucker innerhalb der angegebenen Zeit nicht verfügbar, wird der Druckauftrag nicht ausgeführt. Für Takte1 sind Werte im Bereich von 1 bis 255 zulässig. Die Voreinstellung ist 1.

/M:Takte2

Gibt an, wie viele Systemtakte PRINT höchstens benötigen darf, um ein Zeichen zu drucken. Für Takte2 sind Werte im Bereich von 1 bis 255 zulässig. Die Voreinstellung ist 2. Wird ein Zeichen zu langsam gedruckt, zeigt MS-DOS eine Fehlermeldung an.

/S:Takte3

Gibt an, wie viele Systemtakte das MS-DOS-Steuerprogramm für das Drucken im Hintergrund reserviert. Für Takte3 sind Werte im Bereich von 1 bis 255 zulässig. Die Voreinstellung ist 8. Durch Erhöhen dieses Wertes kann der Druckvorgang beschleunigt werden, dadurch werden jedoch andere Programme verlangsamt.

/Q:WGröße

Gibt an, wie viele Dateien maximal in der Druckerwarteschlange stehen dürfen. Für WGröße sind Werte im Bereich von 4 bis 32 zulässig. Die Voreinstellung ist 10.

/T

Löscht alle Dateien aus der Druckerwarteschlange.

/C

Löscht Dateien aus der Druckerwarteschlange. Sie können die Optionen /C und /P in derselben Befehlszeile verwenden.

Steht die Option /C innerhalb einer Befehlszeile vor einer Liste von Dateinamen, gilt der Schalter solange für alle Dateien, deren Namen hinter ihm stehen, bis PRINT die Option /P entdeckt. Die Option /P hebt die Wirkung der Option /C auf und bezieht sich auf die Datei, deren Name vor /P steht.

Steht die Option /C hinter einem Dateinamen, gilt er für die Datei, deren Name vor ihm steht, und solange für alle Dateien, deren Namen hinter ihm stehen, bis PRINT die Option /P entdeckt. Die Option /P hebt die Wirkung der Option /C auf und bezieht sich auf die Datei, deren Name vor /P steht.

/P

Fügt Dateien an die Druckerwarteschlange an. Sie können die Optionen /C und /P in derselben Befehlszeile verwenden.

Steht die Option /P innerhalb einer Befehlszeile vor einer Liste von Dateinamen, gilt die Option solange für alle Dateien, deren Namen hinter ihm stehen, bis PRINT die Option /C entdeckt. Die Option /C hebt die Wirkung der Option /P auf und bezieht sich auf die Datei, deren Name vor /C steht.

Steht die Option /P hinter einem Dateinamen, gilt er für die Datei, deren Name vor ihm steht, und solange für alle Dateien, deren Namen hinter ihm stehen, bis PRINT die Option /C entdeckt. Die Option /C hebt die Wirkung der Option /P auf und bezieht sich auf die Datei, deren Name vor /C steht.

Verwandte Befehle

Informationen zur Konfigurierung eines Druckers, der an eine parallele Schnittstelle angeschlossen ist, finden Sie bei dem Befehl MODE (Drucker konfigurieren).

Informationen darüber, wie Sie sich den Status eines Druckers anzeigen lassen können, finden Sie bei dem Befehl MODE (Gerätestatus anzeigen).

Informationen zur Konfigurierung eines Druckers, der an eine serielle Schnittstelle angeschlossen ist, finden Sie bei dem Befehl MODE (Druckausgabe umleiten).

Informationen darüber, wie Sie einen Drucker auf einen Zeichensatzwechsel vorbereiten, finden Sie bei dem Befehl MODE (Geräte-Codeseiten einstellen).

Anmerkungen

Die Länge eines Eintrags einer Druckerwarteschlange

Ein Eintrag einer Druckerwarteschlange kann bis zu 64 Zeichen lang sein. Jeder Eintrag einer Warteschlange umfasst den Laufwerkbuchstaben, den Namen des Verzeichnisses sowie die Namen aller Unterverzeichnisse.

Einschränkungen auf die Optionen

Nachdem Sie MS-DOS gestartet haben, können Sie die Optionen /D, /B, /U, /M, /S und /Q nur bei dem ersten Aufruf des Befehls PRINT einsetzen. Möchten Sie einen dieser Optionen später erneut einsetzen, müssen Sie MS-DOS neu starten.

Verwendung des Druckbefehls einer Anwendung, wo dieser Befehl möglich ist

Viele Anwendungen verfügen über eigene Druckbefehle. Wenn Sie Dateien drucken möchten, die Sie mit einer Anwendung erstellt haben, sollten Sie den Druckbefehl dieser Anwendung verwenden.

Beispiele

Nach Eingabe des folgenden Befehls wird der Status der Druckerwarteschlange angezeigt:

print

MS-DOS zeigt folgende Informationen an: den Namen der Datei, die gerade gedruckt wird; die Namen der zur Warteschlange gehörenden Dateien; eine Fehlermeldung, wenn eine Fehlerbedingung existiert.

Der folgende Befehl löscht die Datei VERSUCH.TST aus der Druckerwarteschlange:

print a:versuch.tst /c

Der folgende Befehle zeigt, wie eine Datei (hier BEF6.TST) aus der Warteschlange gelöscht und wie eine Datei (hier FUNK1.TST) in die Warteschlange eingefügt wird:

print bef6.tst /c funk1.tst /p

In den drei folgenden Beispielen sind Optionen verwendet, die nur bei dem ersten PRINT-Befehl funktionieren, den Sie nach dem Starten von MS-DOS ausführen.

Der folgende Befehl richtet die Druckerwarteschlange zum Drucken auf LPT1 ein:

print /d:lpt1

Soll PRINT bis zu 60 Systemtakte darauf warten, dass ein Drucker verfügbar wird, und soll das MS-DOS-Steuerprogramm für ein Hintergrunddrucken des Befehls PRINT anstelle der Voreinstellung von 8 Systemtakten 25 Sytemtakte reservieren, geben Sie folgen den Befehl ein:

print /u:60 /s:25

Der folgende Befehl gibt an, dass PRINT für das Drucken eines Zeichens anstelle der Voreinstellung von 2 Systemtakten 4 Takte zur Verfügung stehen:

print /m:4

Um für die Druckerwarteschlange die Anzahl an Dateien zu ändern, die die Warteschlange maximal aufnehmen kann, verwenden Sie den Befehl PRINT mit der Option /Q:

print /q:32