Einige Informationen zum i8086/88 von Intel®

Allgemeines

Der 8086/88 Mikroprozessor von Intel arbeitet mit 16 Bit.

Er ist der Vorgänger der 80x86-Familie. Die Architektur entstand aus den Intel-CPUs 8080 und 8085, der Befehlssatz ist so gestaltet, dass Assembler-Quellcode für den 8080/8085 leicht in gültigen 8086/88-Quellcode umgesetzt werden kann.

Dem 8086/88 fehlen einige wesentliche Bausteine, Interrupt- und DMA-Controller sind nicht vorhanden, diese kommen als externe Chips dazu.

Die Speichersegmentierung ist eine Ausnahme: Die Segmente sind Adressbereiche von je 64 kB Größe, die in 16-Byte-Schritten im Speicher verschoben werden können. Auf diese Weise ist es der CPU möglich, bis zu einem MB zu adressieren, wobei innerhalb jedes Segments mit 16-Bit-Adressen gearbeitet werden kann. Vorteil ist ein einfaches Portieren von 8-Bit-Programmen, Nachteil ist die umständliche Programmierung.

Das meistverwendete Betriebssystem für den 8086/88 ist das letzte von Microsoft® entwickelte kommandozeilenorientierte Betriebssystem MS DOS 6.22. Hier musste man die Befehle noch über die Tastatur eingeben und die Parameter kennen, um das richtige Ergebnis zu erhalten.

Wie der 8088, der wenig später auf den Markt kam, wurde der 8086 vor allem im IBM-PC und dessen Clones eingesetzt, aber auch z.B. im Space-Shuttle.

Technische Daten:

Strukturbreite: 3 µm
Anzahl Transistoren: 29.000
Taktfrequenzen: 4,77 MHz (0.33 MIPS), 8MHz (0.66 MIPS), 10MHz (0.75 MIPS)
Adressraum: 1 MiB
Bus-Breite: 16 Bit
Befehle: ca. 100 im Format "[Präfix] Mnemonik [Operand 1][, Operand 2]"
14 Register